spiritparks
by Günther Karner and Johannes Matthiessen

Ethik

Ehrfurcht, Demut, Dankbarkeit…

Je stärker es darum geht, der Natur und den Menschen etwas zu geben, das diese „erhebt“, geistig, seelisch und körperlich bereichert, desto bedeutsamer ist eine ehrfurchtsvolle Einstellung der Parkplaner/innen und Initiator/innen. Jeder spätere Parkbesucher wird den der Planung und Umsetzung innewohnenden Geist unmittelbar spüren können. Deshalb gilt es sich immer wieder zu fragen, woher der Impuls zur Schaffung eines neuen SPIRIT PARKs kommt und wie er lautet?

 

Schenken vor Gewinn

Eine große Gefahr bei der Entwicklung eines SPIRIT PARKs besteht – wie bei fast jedem Projekt unserer Kultur - darin, den wirtschaftlichen Erfolg als primäres Ziel anzusehen. Das primäre Ziel eines SPIRIT PARKs liegt unserer Auffassung aber gerade nicht in einer Gewinnmaximierung. SPIRIT PARKs sind ein kultureller, sozialer und ökologischer Impuls, der auch positive wirtschaftliche Folgewirkungen nach sich ziehen kann, aber nicht zwangsläufig muss. Nicht alles in der Welt darf der Ökonomie des Profits untergeordnet werden. SPIRIT PARKs zu schaffen bedeutet vielmehr Arbeiten aus Liebe, Dienst an der Erde und all ihren Wesen.

 

Sinnvolles Sparen

Da ein SPIRIT PARK nicht zwangsläufig einen direkten, sondern mitunter nur einen indirekten wirtschaftlich Nutzen stiftet, werden primär materiell orientierte Menschen unter Umständen die wirtschaftliche Dimension so eines Projektes heftig kritisieren. Jeder neue SPIRIT PARK sollte nicht nur deshalb so angelegt sein, dass die Errichtungs- und die Erhaltungskosten möglichst gering bleiben. D.h. in der Planung ist sehr exakt darauf zu achten, welche Folgekosten (Pflegeaufwand, Nachinvestitionen…) der SPIRIT PARK nach sich zieht.

 

Geben, statt Nehmen

Bei der Umwandlung einer bestehenden Fläche in einen SPIRIT PARK fallen vielfältigste Arbeiten an. So gibt es unzählige Möglichkeiten sich zu beteiligen und viele Chancen, „zu geben statt zu nehmen“. Das Spektrum reicht von der zur Verfügung Stellung freiwilliger, kostenloser Arbeitsstunden bis hin zu Sachspenden (Pflanzen, Steine, Getränken und Brötchen für die freiwilligen Helfer). Jede freiwillige, unentgeltliche Beteiligung führt dem neuen SPIRIT PARK eine positive Energie zu und stärkt ihn. Im NaturLesePark Neumarkt/A haben z.B. Bürger/innen in den Anfangsjahren Patenschaften für Bäume und Blumeninseln übernommen.

 

Werbefreizone“

Sponsoren erwarten für ihre Geld- oder Sachspenden in der Regel eine Gegenleistung. Sollte in einem SPIRIT PARK Sponsoring zum Einsatz kommen, so sollte trotzdem darauf geachtet werden, dass der Park z.B. nicht mit „Werbeeinschaltungen““ überfüllt, sondern möglichst „unberührt“ bleibt. SPIRIT PARKs sollen die Wirtschaftswelt nicht verbannen, sich aber vorrangig als „nicht kommerzialisierte Zonen“, in einer primär kommerziell orientierten Welt verstehen.

 

Ein Ort für alle

SPIRIT PARKs sollten keiner elitären Besucherschicht vorbehalten sein, ganz im Gegenteil. Zu den Besucher/innen sollte alle Menschen zählen, die ein Interesse an den höheren/tieferen Dimensionen des Daseins haben, die Fragen in sich tragen oder die einfach nur auftanken wollen. Jenen Menschen, die sich in ihrem bisherigen Leben noch wenig bis gar nicht mit „geistigen Dimensionen des Daseins“ beschäftigt haben, kann hier vielleicht erstmalig ein anregender Einblick ermöglicht werden.

 

Ein positiv stimulierender Werte-Spaziergang

Ein SPIRIT PARK sollte so konzipiert sein, dass Menschen bei ihrem Besuch zu Werten wie Ehrfurcht, Liebe, Achtsamkeit, Sensibilität etc. angeregt werden und diese aktiv in sich aufnehmen. Diese Werte sollten auch schon den Aufbau des Parks und die freiwilligen Helfern begleiten.

Im fertig gestellten SPIRIT PARK kann vor allem durch eine entsprechende Textauswahl, die spirituelle Ebene der Besucher/innen sehr stark angesprochen und in Erinnerung gebracht werden. Wenn dies gelingt, korrespondiert die Ausstrahlung des SPIRIT PARKs mit dem innersten Wesen der Besucher und versetzt sie aus dieser Tiefe heraus in eine positive Schwingung.